Raki
Geschützer Begriff für einen türkischen Branntwein aus getrockneten Weinbeeren (Rosinen), dem nach dem 1. Brand Anissamen (Früchte von Pimpinella anisum) zum Aromatisieren zugesetzt werden (80 bis 100 g/l) und der anschließend nochmals gebrannt wird. Sorten: Yeni Raki (45 Vol%), Altinbas Raki (50 Vol%), Kulüp Raki (50 Vol%). Raki ist eine klare Spirituose, die entweder pur getrunken wird oder mit Zusatz von etwas Wasser, wobei durch ausfallende, wasserunlösliche Aniskristalle (genauer: Anethol, 4-Propenylanisol, das zu 80 bis 90 % im Anisöl enthalten ist) die typische milchige Trübung auftritt. Der Geschmack ist durch den Aniszusatz intensiv lakritzähnllch. <br><br> Raki ähnelt dem griechischen Ouzo, der allerdings weniger Alkohol (37,5 Vol%) und weitere Zusätze enthält. Ein weiterer Verwandter ist der Tsipouro aus Kreta, der auf Weintrester (s. Grappa) basiert und mit Anis oder Fenchel araomatisiert ist. <br><br> Raki wurde bereits im 15. Jahrhundert von in Kleinasien ansiedelnden griechischen Weinbauern, den Rakizides, hergestellt.